Ideal für Kleinstkinder und Senioren
Das Ostseebad Kühlungsborn ist nicht nur für Urlauber und Naturfreunde ein idealer Erholungsort. Das milde Reizklima der Ostsee eignet sich auch bestens zur Durchführung einer Klimatherapie und verschafft Asthma- und Hautpatienten Linderung und eine anhaltende Verbesserung des Gesundheitszustandes.
Insbesondere für Patienten mit geringer Belastbarkeit, wie Kleinstkinder und Senioren, ist eine Klimatherapie an der Ostsee empfehlenswert und in vielen Fällen einer therapeutischen Maßnahme in anderen Reizklimazonen vorzuziehen. Hauptgrund hierfür sind die verminderten Klimareize an der Ostsee, die eine langsamere Eingewöhnung und eine behutsamere Umstellung des Organismus erlauben.
An der Ostsee herrschen, bedingt durch das Klima des küstennahen Raumes und die hohe Wärmekapazität des Wassers, im Jahresmittel überwiegend kühle thermische Bedingungen. Die maximalen und minimalen Lufttemperaturen differieren weniger als auf dem Binnenland oder auch an der Nordsee. Dies führt zu einer insgesamt gemilderten Klimatherapie und macht zudem auch in den Sommermonaten eine typische Klimatherapie mit Abkühlung möglich. Auch die anderen Reizklimafaktoren treten an der Ostsee abgeschwächt auf. So ist der Anteil an maritimem Aerosol in der Luft an der Ostsee deutlich geringer, da der Salzgehalt des Meeres bei nur etwa 12 g/l liegt. (Vergleich Nordsee: ca. 32g/l).
Ein weiterer klimatischer Vorzug, den viele Ostseebäder, so auch Kühlungsborn, besitzen, liegt im speziellen Waldklima, das eine zusätzliche Abstufung und Dosierung der Klimafaktoren ermöglicht. Im Wald, wo es am Tag kühler und in der Nacht wärmer ist als in waldlosen Gebieten, ist die Temperatur ausgeglichener. Der Wald sorgt für eine kühle, saubere Luft und bietet darüber hinaus einen geeigneten Windschutz.
Insgesamt findet man damit an der Ostsee drei Klimazonen mit unterschiedlich stark ausgeprägten Reizfaktoren vor:
- Intensive Reize, Wind, maritimes Aerosol und UV-Strahlung direkt am Strand in der Brandungszone,
- Abgeschwächte Reize in der gemäßigteren Zone im Dünenbereich und auf der Strandpromenade,
- Starke Abschwächung aller Reize in den Waldgebieten.
Diese Besonderheiten des Reizklimas an der Ostsee sind bei der Behandlung von Kleinstkindern und Senioren von entscheidendem Vorteil. Beide Altersgruppen benötigen eine langsame Eingewöhnungszeit, um sich den Umgebungsbedingungen anzupassen.
Kinder, insbesondere Kinder unter 3 Jahren, reagieren empfindlich auf ein Reizklima, da ihr Organismus noch nicht die Fähigkeit entwickelt hat, mit Kältereizen umzugehen, und auch das Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpermasse viel größer ist als im späteren Leben. Das bedeutet verstärkte Wärmeaufnahme, aber auch vermehrte Abkühlung. Deshalb ist ein besonders vorsichtiges Vorgehen und eine entsprechende Eingewöhnungsphase unbedingt notwendig.
Um eine optimale Anpassung zu erreichen, sollte die Reizklimatherapie deshalb bei kleinen Kindern länger ausgedehnt werden und nach Möglichkeit vier Wochen nicht unterschreiten. Bei schweren und chronischen Leiden ist eine stationäre Therapie über einen noch längeren Zeitraum sinnvoll. In diesen Fällen ist es besonders wichtig, dass für die Eltern die Möglichkeit besteht, ihre Kinder zu begleiten und zu betreuen, so wie es in der Ostseeklinik Kühlungsborn selbstverständlich ist.
Während sich der Organismus von älteren Kindern und jungen Erwachsenen in der Regel schneller auf das Reizklima einstellen kann, nimmt diese Fähigkeit allgemein mit zunehmendem Alter wieder ab. Deshalb sollten auch ältere Patienten auf eine angemessene Eingewöhnungsphase unter Berücksichtigung der persönlichen Belastungsfähigkeit achten. Sind sie erstmal an das Reizklima durch regelmäßige Aufenthalte an der See gewöhnt, kann ihre klimatische Anpassungs- und Leistungsfähigkeit die der Jüngeren durchaus übertreffen. So sind Klimatherapien keine Grenzen durch das Alter gesetzt.












